Züchtertreffen in Deutschland 2015

Herefordzüchtertreffen in Deutschland 20. - 21.Juni 2015

Auch dieses Jahr wurden die IG Swiss Hereford an das Treffen der Deutschen Herefordzüchter eingeladen. Eine kleine Schweizer Delegation nahm die Einladung gerne an und machte sich auf den Weg nach Wangen in der Nähe von Stuttgart.

Am Mittag, nach der Jahresversammlung, die auf dem Betrieb Rösch abgehalten wurde, gesellten wir uns dazu und konnten einen Weisswurst-Lunch geniessen. Anschliessend ging’s auf einen Betriebsrundgang. Wir bekamen Einblick in die Mastställe von Rindern und Schweinen, die vorbildlich auf Tiefstroh gehalten werden. Diese Haltung wird von den Konsumenten als zusätzliches Kaufargument wahrgenommen. Danach ging es durch den Schlachtbetrieb, in welchem die eigenen Tiere zu hochwertigen Fleischprodukten veredelt und danach im eigenen Verkaufsladen angeboten werden. Zwischenzeitlich wurde uns Kaffee und ein leckeres Kuchenbuffet aufgetischt. Wir konnten nur noch geniessen. Danach ging es weiter auf die Hereford-Weide ausserhalb des Dorfes. Dort wurden uns sehr schöne Herefordtiere mit gutem Rahmen und Kälber mit zum Teil sehr guter Bemuskelung präsentiert. Der Betrieb hält einen Zuchtstier, jedoch wird auch auf künstliche Besamung gesetzt, so, dass wir bereits Kälber vom kanadischen Stier Tortuga sehen konnten. Danach fuhren wir zum Betrieb der Familie Blessner in Göppingen-Faurndau. Auf diesem Betrieb, der in der Umstellung von Milchkühe auf Herefordkühe steht, sahen wir einige tolle Rinder, die zum Herdenaufbau zugekauft wurden. Ab 19:00 Uhr begann der Züchterabend auf dem Hof der Familie Rösch, wo ein vielfältiges, feines Salatbuffet mit viiiel Fleisch vom Ofen und Grill, aus eigener Metzgerei, serviert wurde. Bei kühlen Drinks und regen Diskussionen wurde es bald Mitternacht und Zeit fürs Hotelbett.

Nach einem reichhaltigen Frühstück starteten wir am nächsten Morgen mit dem Auto zum Betrieb Weller, nach Ebersbach-Krapfenreut, um einen weiteren Betrieb zu besichtigen. Dieser Betrieb, mit 54 ha LN, wird im Nebenerwerb geführt. Bis anhin wurden im Anbindestall rund 18 Fleckviehkühe gemolken. Auch der Betrieb Weller stellt auf Hereford-Mutterkühe um. Er hat bereits mit der Haltung von Mutterkühen begonnen, teils reine Hereford und zum Teil Kreuzungen Fleckvieh x Hereford. Der Betriebsleiter möchte gerne einen Mutterkuhstall für 50 Kühe bauen, wenn er die Bewilligung erhält. Bei Fleischkäsebrot und Kuchen werden ein letztes Mal Meinungen ausgetauscht.

Mit einem herzlichen Dankeschön an die drei Betriebsleiterfamilien für die offenen Stalltüren verabschiedeten wir uns nur ungern von unseren Deutschen Herefordfreunden und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Heidi Fässler

 

Fotos des Züchtertreffens:

 

 

 

 

 

 

 

 

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