15. Europäische Herefordkonferenz

Am Samstag startete unsere Schweizer-Delegation nach einer teilweisen turbulenten Anreise mit 13 Personen vom Flughafen Zürich-Kloten in Richtung Budapest. Nach einem kurzweiligen Flug wurden wir dort abgeholt und ins Hotel gebracht. Nach einem kurzen Nachmittags-Bummel der Donau entlang, besammelten sich anschliessend alle Konferenz Teilnehmer, um zusammen den Abend auf einem Schiff zu verbringen. Dort genossen wir unser erstes ungarische Gulasch mit Knöpfli und hatten dabei den wunderschönen Blick auf das beleuchtete Budapest mit seinen unzähligen imposanten Gebäuden und Brücken. Wir erfreuten uns über jeden Augenblick dieser schönen Rundfahrt.

Am Sonntag folgte eine interessante Busrundfahrt durch Budapest. Dabei wurde uns viel Wissenswertes über die Stadt und deren Geschichte von Kati, unserer Reiseführerin, vermittelt. Anschliessend fuhren wir nach Mezöfalva, wo eine Farmbesichtigung auf dem Programm stand. Dieser Betrieb bewirtschaftet 6500 ha Land und hält 900 Milchkühe und 600 Hereford Tiere. Wir liessen uns das feine Mittagessen schmecken, bekamen einige Herefords aus der Nähe präsentiert und fuhren zu einer grossen Herde auf die Weide. Weiter ging es zum Hotel und später in ein kleineres, gemütliches Restaurant. Dort durften wir zu jedem Gang des Nachtessens, welches durch ungarische Zigeunermusik begleitet wurde, einen speziellen Wein probieren.

Die Fahrt am Montag führte uns durch das schöne Land zum Plattensee. In Tihany besuchten wir ein Benediktiner Kloster, das immer noch von einigen Mönchen bewohnt wird. Wir durften darin eine spannende Führung erleben. Nach einem kurzen Bummel durch das angegliederte touristische Dörfchen, genossen wir unser Mittagessen mit herrlicher Sicht auf den Plattensee. Weiter ging es zu einer Hirschfarm in Böszénfa. Es werden dort etwa 2500 Hirsche, 150 Pferde, Mouflons und verschiedene Kleintiere gehalten. Mit Traktor und Wagen erkundeten wir einen Teil der Farm. Jetzt durften wir als kleine Zwischenverpflegung das selbst produzierte Hirschtrockenfleisch und die Salami probieren, was uns beides sehr mundete. Der Bus brachte uns danach nach Kaposvar in unsere nächste Unterkunft. Wir genossen das Nachtessen in einem „Beerhaus“, wo natürlich auch verschiedene dort gebrauten Biere gekostet wurden. Einige von uns liessen es sich nicht entgehen, den Bierbrauern über die Schulter zu schauen.

Am Dienstag fand für die Delegierten die Konferenz mit den jeweiligen Länderberichten statt. Für die anderen wartete ein Alternativprogramm, welches ein interessantes Freilichtmuseum mit anschliessender Stadtführung beinhaltete. Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Hedrehely zu einer aussergewöhnlichen Hereford Farm. Da die Besitzerfamilie kriegsbedingt rund dreissig Jahre in Holland wohnte, konnten wir uns mit ihnen auf Deutsch unterhalten. Wir sahen zwei schöne Hereford Herden, wovon eine davon nur aus zum Verkauf bestimmten Rindern bestand. Im wunderschönen Garten dieses Anwesens durften wir bei einheimischer Musik feinste Köstlichkeiten und Erfrischungen geniessen. Auf dem Rückweg ins Hotel erzählte uns Kati, dass diese Familie mit dem holländischen Königshaus verwandt ist.

Am Abend fand das legendäre Galadinner statt. Wir genossen eine weitere feine ungarische Mahlzeit umrahmt von typisch ungarischen Tanz- und Musikvorführungen.

Der Mittwoch wartete mit langen Busfahrten auf uns. Wir fuhren über 200 km ins berühmte Gödöllö. Nach der Mittagspause fuhren wir weiter nach Sarospatak, was weitere 220 km bedeutete. Zur Belohnung bekamen wir schöne Landschaften, Weinberge und zum Schluss eine absolut spektakuläre Herde mit mehr als 600 reinrassigen wunderschönen Hereford Tieren zu sehen. Die lange Reise hatte sich mehr als gelohnt und manch ein Hereford Fan hatte vor Freude beinahe Tränen in den Augen. Übrigens befindet sich auf diesem Betrieb eine Teststation für verschiedene Rassen. Wir wurden dort überaus gastfreundlich empfangen und verpflegt und wären gerne länger geblieben, mussten jedoch zurück nach Tokaj, da noch das letzte offizielle und aufwändig vorbereitete Nachtessen mit Weinprobe auf uns wartete.

Tja, mit dem Donnerstag war der letzte Tag unserer Ungarnreise angebrochen. Nach dem Frühstück wurden wir direkt zum Budapester Flughafen gefahren, wo wir kurz vor 15:00 Uhr, mit vielen eindrücklichen Erlebnissen bepackt, den Flieger in die Schweiz zurück bestiegen.

Es war eine gut organisierte und tolle Reise. Wir freuen uns schon heute auf die nächste Konferenz.

 

Text: Gabi Meier

 

Fotos folgen

 

Drucken